[ English Version ]

Glaubst Du, alles in der Welt ist perfekt oder würdest Du gerne etwas ändern?

Ich glaube, jedeR würde gerne etwas verändern – oft wissen wir nur nicht, wo wir anfangen sollen. Aber wir wissen, dass, wenn alle Menschen auf der Erde einen europäischen Lebensstil annehmen würden, wir mindestens drei weitere Planeten bräuchten.

Schon vor meinem Geldstreik stellte ich fest, dass wir Menschen uns oft nicht bewusst sind über die Konsequenzen unseres Handelns und die Auswirkungen unseres Konsumverhaltens auf die Erde, die Tiere und unsere Mitmenschen. Aber ich glaube, dass jeder Mensch ein gutes Herz hat und wir uns alle eine Welt in Frieden und ohne Leid und Hunger wünschen.

Tramperfoto

Reise ohne Geld von Holland nach Mexiko

Diese wunderschöne Erkenntnis habe ich gewonnen, als ich aus meiner Komfortzone getreten bin. Es war 2010, als ich aufbrach, ohne Geld von Holland nach Mexiko zu trampen. Zusammen mit zwei wunderbaren Freunden ging es durch Europa und Marokko auf die Kanarischen Inseln, wo uns ein Segelboot bis nach Brasilien mitnahm.

Was als Reiseexperiment begann, stellte mein Leben auf den Kopf! In der Mitte des Atlantischen Ozeans entschloss ich mich, auch nach der Reise geldfrei zu leben. Meine Frau Nieves schloss sich uns in Guyana an, und nach elf Monaten erreichten wir Mexiko.

Dort wurde ich Zeuge der alljährlichen wichtigsten UN-Klimakonferenz, die COP16 die in jenem Jahr in Cancún tagte. Ich realisierte, dass wir den Wandel leben müssen, den wir in der Welt sehen möchten und wir keine Zeit haben, auf andere oder die Politik zu warten, um die Welt zu verändern.

Atlantiküberquerung auf dem Boot 

Das Loslassen von konditioniertem Verhalten

Einen Monat zuvor habe ich mich meiner Vision genähert, andere Lebewesen so zu behandeln, wie ich auch behandelt werden möchte, und ernährte mich fortan vegan. Ich stellte fest, dass die Tierindustrie die zerstörerischste Industrie der Welt ist und 51 Prozent aller vom Menschen verursachten Treibhausgase verursacht. Ich realisierte außerdem, dass wir Menschen unseren Planeten in den letzten 50 Jahren mehr verändert haben, als alle Generationen vor uns zusammen. Die Tierindustrie ist die Hauptursache für Waldzerstörung, Meeres- und Wasserverschmutzung und trägt die Verantwortung für  das größte Artensterben in 65 Millionen Jahren.

Ich fand heraus, dass, obwohl wir jedes Jahr über 60 Milliarden Tiere füttern und töten, Jahr für Jahr Millionen Kinder an Unterernährung sterben und ein Achtel der Weltbevölkerung hungrig zu Bett geht, obwohl die weltweit angebauten Lebensmittel mehr als doppelt so viele Menschen ernähren könnten, als derzeit auf der Erde leben. Bedauerlicherweise werden aber mehr als 70 Prozent der globalen Landwirtschaftsfläche von der Tierindustrie genutzt.

Ich fühlte, es ist zu spät, um Pessimist zu sein und entschloss mich dazu, mich für den Planeten, die Tiere und unsere Mitmenschen einzusetzen und den Wandel hin zu einer friedlichen und nachhaltigen Welt durch mein eigenes Handeln voranzutreiben.

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Beginn meines Geldstreiks in Berlin

Nach 15 Monaten, 500 Fahrzeugen und über 24.000 km per Anhalter waren wir nach Europa zurückgekehrt, weil wir ein Kind erwarteten, das größte Geschenk des Lebens!

In Berlin begann ich meinen Geldstreik, und wir fanden eine ungenutzte Souterrain-Wohnung, in die wir einziehen durften. Nach Jahren des Tonnentauchens, also dem Retten von bereits weggeschmissen Lebensmitteln, spürte ich, dass es Zeit war, auf andere, legale und koordinierte Art und Weise mich gegen die Lebensmittelverschwendung einzusetzen.

Weltweit landen über ein Drittel aller produzierten Lebensmittel im Müll und genau das wollten wir ändern, indem wir das Bewusstseins für die Thematik erhöhen und Möglichkeiten aufweisen wie die Lebensmittelverschwendung reduziert werden kann. Wir wollten zeigen, wie einfach es ist, den persönlichen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und damit andere Menschen inspirieren.

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Der Beginn der Lebensmittel-Bewegung

Im März 2012 durften wir damit anfangen, bei einer großen Bio-Supermarktkette Lebensmittel, die ausrangiert wurden, aber noch genießbar waren, legal zu retten. Es war der Beginn der Lebensmittelretten-Bewegung.

Obwohl Ich 60 Stunden pro Woche beschäftigt war, um alles zu organisieren, um mehr Menschen das Retten von Lebensmitteln zu ermöglichen, spürte ich Raphael Fellmer beim Lebensmittel schnell, dass ich mit Google Maps und Excel Tabellen an meine Grenze stieß.

Dank des Geldstreikes bekam ich sehr viel mediale Aufmerksamkeit, was der Lebensmittelretten Bewegung und foodsharing, einer Plattform, auf der Privatpersonen überschüssige Lebensmittel teilen können, weitläufig bekannt machte. Neben dem Medieninteresse durfte ich auch an Konferenzen teilnehmen und Vorträge halten. Dabei begegnete ich Raphael Wintrich, einem Genie und talentierten Programmierer. Von Anfang an fühlten wir uns sehr verbunden und träumten gemeinsam von einer Welt, in der Geld keine Rolle spielt und alle Menschen ihre Fähigkeiten bedingungslos einbringen und teilen. Kurz darauf saßen wir beide am gleichen Schreibtisch, und während ich mein Buch “Glücklich ohne Geld!” schrieb, programmierte Raphael leidenschaft die effiziente Plattform, das Werkzeug, das der Lebensmittelretten Bewegung Flügel verlieh. Zusätzlich baute Raphael noch das Essenteilen von foodsharing ein, und wir fusionierten alles unter dem Namen foodsharing.

foodsharing Treffen Mai 2015 in Berlin

foodsharing Treffen Mai 2015 in Berlin

Knapp vier Jahre später hat foodsharing über 110.000 NutzerInnen, 14.000 sogenannte “Foodsaver”, die regelmäßig bei über 2.300 Kooperationsbetrieben wie Supermärkten, Bäckereien, Restaurants usw. Lebensmittel retten und verteilen. 350 foodsharing BotschafterInnen haben über 250.000 Abholungen ermöglicht und gigantische 3,5 Millionen Kilo Lebensmittel gerettet! All das ist nur möglich dank 600.000 Stunden ehrenamtlichen Engagements von einer immer größer werdenden Gruppe von Menschen, die sich mit ihrer Zeit, ihren Fähigkeiten und ihrer Energie unentgeltlich für Wertschätzung und Nutzung von vorhandenen Ressourcen einsetzen.

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Ende meines Geldstreiks

Während foodsharing ständig weiter wuchs, bekamen wir unser zweites Kind. Unsere Gastgeberfamilie zog in ein kleineres Eigenheim, und wir machten uns für viele Monate auf die Suche nach einem passenden und dauerhaften Ort zum Wohnen für uns als Familie. Die Suche blieb allerdings erfolglos, und nach fünfeinhalb Jahren habe ich meinen Geldstreik beendet und angefangen, wieder Geld zu akzeptieren.

Was ich am meisten von dieser sehr lehrreichen und inspirierenden Zeit mitgenommen habe, ist, bescheiden und dankbar zu sein für Familie, Freunde, in Frieden leben zu können und für das Privileg, das tun zu dürfen, was ich liebe und wofür mein Herz schlägt, als ob Geld keine Rolle spielt. Diese besondere Erfahrung des bedingungslosen Gebens und Empfangens, des des von Erwartungen losgelösten Schenkens, wollte ich mehr Menschen ermöglichen.

Ich wollte zeigen, dass wir alle den Wandel leben können, den wir auf der Welt sehen möchten, insbesondere wie dies mit bewusstem Konsum möglich ist, beispielsweise mit lokalen, pflanzlichen Bio-Lebensmitteln, Reisen per Zug, Second-Hand Kleidern und der Maxime “Weniger ist Mehr”, also dem Kauf nur von Dingen, die wir wirklich benötigen.

Viele Menschen glauben, dass wir die Welt nicht verändern können, aber die Wahrheit ist, wenn wir uns ändern, verändern wir die Welt!
 

yunity Plattform des Rettens- und Teilens

Nach Jahren des Träumens von einer Plattform die das bedingungslose Miteinanders erleichtert  habe ich vor fünf Monaten zusammen mit einem internationalen Team das Fundament für yunity gelegt; einer werbefreien, nicht-kommerziellen Open Source Plattform des Rettens und Teilens. yunity wird Menschen helfen, ihre Vision von einer besseren Welt in die Tat umzusetzen.

Das erste yunity Zusammenkommen auf den WuppDays #1 in Malo, Italien

Wir werden nicht nur die bahnbrechenden Werkzeuge und das Wissen der Lebensmittelretten-Community teilen, um die foodsharing-Erfolgsgeschichte global zu machen, sondern das Retten und Teilen auf alle vorhandenen Ressourcen ausweiten, die von Firmen, Organisationen oder Personen nicht genutzt oder weggeschmissen werden.

yunity wird vorhandene Sharing-Ideen und Communities in einer einzigartigen Plattform vereinen und neue Interessensgemeinschaften entstehen lassen, damit den Menschen der Einstieg und das Verbinden mit den unendlich vielen Graswurzelbewegungen und Initiativen des Wandels erleichtert wird. Außerdem wird es möglich sein, öffentliche Fruchtbäume, Bücherkisten, Fair-Teiler, WLAN usw. zu kartographieren bzw. kostenfreie Aktivitäten wie Yogaunterricht oder Sprachentandem anzubieten und die eigene Couch, den Garten oder das Fahrrad zu teilen.

Dabei suchen wir weiterhin nach leidenschaftlichen ProgrammiererInnen, DesignerInnen und anderen, die mit ihren Fähigkeiten zu yunity beitragen wollen.

 

Das innere Licht in den Menschen

Ich glaube, dass jeder Mensch ein inneres Licht hat und so wie wir Liebe, Freude und Glück teilen, können wir tausend andere Kerzen anstecken, ohne selbst weniger zu leuchten, sondern nur noch mehr Licht um uns herum schaffen!

Höre auf Dein Herz, lass Dein inneres Licht leuchten und lebe den Wandel, den Du in der Welt sehen möchtest!

 

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[ Deutsche Version ]

Do you think that everything in this world is perfect or you would change something? I believe all of us would like to change something, but often we don’t know where to start.

Today we all know, that if everyone in the world would live a European lifestyle we would need three other planets. I discovered that we are often not aware of the consequences of our way of living on the animals, people and our ecosystem.

But I believe that every person has a good heart and we all want peace in the world where nobody is starving nor suffering.

Moneyless journey from The Netherlands to Mexico

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I discovered this beautiful fact, when I stepped out my comfort zone. It was 2010 when I embarked on a moneyless journey from The Netherlands to Mexico.

Together with 2 wonderful friends we went through Europe, Morocco to the Canary Islands where we found a sailing boat which took us to Brazil.

What started as an experiment turned out to change my life upside down. In the middle of the ocean I decided to live also after the journey moneyless. My wife Nieves joined us in Guyana and  after 11 month we made it to Mexico.

 

Atlantiküberquerung auf dem BootThere I witnessed climate conference and realized that we need to live the change we wish to see and not wait for others to fix the world. A month earlier I took one step closer to my vision of treating others like I want to be treated. I adopted a vegan diet. I realized that the animal agriculture is actually the most destructive industry in the world accounting for 51 percent of all greenhouse gas emissions caused by humans. I realized that we humans have shifted the face of the earth in the last 50 years more than all generations before us. I found out, that the animal agriculture is the leading cause for deforestation, water dead zones and the largest mass species extinction in 65 million years.

 I realized that besides feeding and killing 60 billion animals per year. Million of children are dying each year because of hunger and about one ⅛ of the world population is still starving. I found out that most of our food is produced to feed animals and 70 percent of the entire agricultural land is used by the livestock industry.

But it’s too late to be pessimist and I wanted to stand up for our planet and to create change.

Raphael Fellmer Tonnentauchen 

Beginn of my money strike in Berlin

After 15 month of traveling, 500 vehicles, 24.000km on the road we returned to Europe because we were expecting a baby – the biggest gift of life!

Back in Europe, I continued my money strike to raise awareness for our wasteful society. Somebody offered us their unused apartment and after years of dumpster diving I was ready tackle global food waste.

Today a ⅓ of all produced food is wasted and we wanted to change that and inspire others to show how easy it is to reduce one’s carbon footprint.
In March 2012 a supermarket in Berlin allowed us to save food which can not be sold anymore but was still perfect to eat, which was the spark of the foodsaving Movement!

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Even I was busy 60 hours per week organizing and enabling more people to join the foodsaving movement, I felt I reached a limit with google maps and excel sheets. Since my money strike I gave interviews, making TV reports and taking Part in TV Shows and documentaries as well as to hold lectures. When I met Raphael Wintrich, a brilliant mind and developer, we felt a direct connection and dreamed together of a world where money was no object and everyone shares his or her skills unconditionally. Later Raphael was passionately developing an efficient platform which gave wings to the foodsaving moment where we included the foodsharing feature in the foodsaving Website and merged everything under foodsharing.de.Raphael Fellmer beim Lebensmitte

Today foodsharing has 110.000 users, 14.000 Foodsavers who regularly collect and share unsold food at 2.300 supermarkets, bakeries, restaurants and other businesses.

350 foodsharing ambassadors managed to organize 250.000 food collections which account for 3,5 Mio. Kilo of saved food. All this is possible because of 600.000 hours of voluntary commitment by an ever raising group of people who contribute with their time, skills and energy.

I wanted to continue others, to reduce their ecological footprint and to show that everyone can create change by eating local, organic, vegan, travel by train, use second hand cloth and only buying what we really need.

Often people doubt if we can change the world, and they are right, but we can change our self and by changing our self we are changing the world!

foodsharing Treffen Mai 2015 in Berlin

End of my money strike

Meanwhile the foodsharing movement was flourishing our second child was born and it became difficult to find a stable place to live. After 5 and a half years of rejecting money I started to accept money again.

IMG_1645What I learned the most is to be humble and to appreciate family and friends, a peaceful environment and the privilege to do what I love to act as if money was no object. I wanted to continue empower others to experience the beauty of unconditional giving and receiving.

Last year together with an international team we started to build yunity, an open source, ad-free and non-commercial Multi-saving and sharing platform which will enable people to embrace their vision for a better world. We will not only provide the groundbreaking tools and knowledge to make the foodsharing success story global but make saving and sharing of existing resources which are about to be wasted or unused from all sorts of companies, organisation and people possible.

yunity will unite sharing communities and ideas into one unique platform and let new communities emerge, which will facilitate everyone to tap into the abundance of grassroots movements and initiatives for change.

Furthermore with yunity everyone can map and access public fruit trees, give boxes, Wifi Spots and let people offer free activities like yoga or language classes – garden-, bike- or couch-sharing. We still look for more passionate and skilled developers, designers and others who want to contribute with their vocation.

Das erste yunity Zusammenkommen auf den WuppDays #1 in Malo, Italien

I believe every human has an inner light and like when we share happiness, friendship and love we can light up thousands of candles without shining less, but just creating more light around us!

Listen to your heart, let your inner light shine and live the change you want to see in the world!

[ Deutsche Version ]

After the success of foodsharing in the German speaking areas, we would like to take the opportunity to use all our gathered know-how and experiences into creating an ad-free open source platform at no charge with other engaged people, which facilitates saving and sharing worldwide. This uncommercial social media platform will be called yunity and will empower people all around the world to use less resources in the future and to apply the existing goods in a more intelligent and collective way:

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Vision:

A society based on cooperation, trust and self-determination which allows people to live to their full potential and to preserve ecosystems for all living beings.

Mission:

We encourage relationships where people can share unconditionally their time, skills and resources. Through these connections and communities we prevent waste and raise awareness for a sustainable way of living.

I have been dreaming of such a tool of change for years, and thanks to 30 motivated people, who cooperated for 3 and a half weeks during the WuppDays, thisBildschirmfoto 2015-11-20 um 04.34.40dream will become reality, just as they say: “If one person dreams alone, it is just a dream. If many people dream together, it is the beginning of a new reality.

Dedicated people on the Wuppdays built the basis for this wide community platform and got the ball rolling. You can find out more about the WuppDays in this 3 minute video. We are still looking for competent developers, programmers, designers, translators and others, who want to play a part in the project. Find out more about yunity and our team in our blog, here you can also find information about areas where we still need support. We invite you to join us for this project and are happy if you can help us to bring this closer to other interested people!

With yunity we want to give people the chance to live more free and more independent of money by using existing resources and showing how to implement this into everyday life. We would like to continue endowing courage, so that people believe in their dreams and can liberate their minds from monetary bonds. We want to encourage people to make the impossible possible, and to give wings to a culture of sharing and unconditional cooperation through responsible giving and taking without any expectations.

Looking forward to hear from you!

Love yours Raphael

[ Deutsche Version ]

Since early 2010 I have been living in a money strike and together with my wonderful wife Nieves and our 2 children in a consumption strike. Our wish is to draw attention to alternatives against wastage and continuous consumption. We would like to create awareness of the connections between our consumer society and the destructions of our environment, injustice and hunger, and of the responsibility we have for our planet and our fellow human beings. Our way of living should encourage people to live the change they would like to see in this world, and to show how to use existing knowledge and resources for a better and common good.IMG_1645

One of our main concerns was always the waste of food. This was the reason for building up a network of food-savers in 2012 and that is why I invested thousands of hours to turn foodsharing into one of the most rapidly growing social movements in the German speaking region, without use of money, as far as possible. Thanks to the unconditional commitment in means of 500.000 hours of voluntary engagement by dozens of head organizers, 350 foodsharing ambassadors and over 12.000 food savers, we were able to gather from 2.000 businesses and 200.000 collections 2,8 million kilos of unsellable food, which were saved and shared!!!

Throughout these five and a half years of money strike I have resigned to accept any remuneration for my activities, talks, tv appearance or my book and did not accept or spend money. Since the beginning of this year we weren’t having an easy time however, since we didn’t find a permanent place to stay and have been taking care of several apartments, have stayed with relatives and were looking for possible places for the eco village Eotopia through our during our lecture tour.

Not being able to find a place in Italy, France and Spain and knowing that this situation meant uncertainty and stress for us as a family, I decided to end the money strike and start using money again where it is necessary, in order to let peace and quiet return to us. Together with the lovely family Hughes, with children the same age as ours, we will start a house project near Stuttgart beginning of next year. Until then we will live near them.

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We always wanted to draw attention to the destruction of our planet and point out solutions which can already be practiced today. We would like to continue with this as a family, even if from now I will accept the money being offered to me, we will go on and stand up for change, unconditionally.

I have been thinking for a long time about the decision to stop the money strike.

The crucial fact was first of all the unsuccessful search for a place to stay, and the resultant turbulent months as a family which followed it.

During these months of reflection, I became more and more open and could separate myself from the dogma of refusing money in general and I am grateful for the incentives brought to me from outside, not to condemn money completely. Now I am even more curious to start thinking about money, to perceive how people feel like, how people feel when they handle money every day, and to broaden my horizon after more than five years.

Bildschirmfoto 2013-12-20 um 17.41.11Just like with the food, our money and consumption strike was not only about saving goods, which were unsellable or have lost their value for society, but also to cause a general change in the way of thinking. We cannot change much on our own, but when many people experience this change, something new will come into existence.

When I was still out in the beginning, 3-4 times per week, to steal food from containers of several organic stores (yes, it is indeed stealing) at the beginning, we were eating almost 100% of that would otherwise have been thrown away. Since I have started saving food legally in cooperation with our first cooperation partner Bio Company, an organic store, there wasn’t so much diversity anymore for us as a family, and so we’ve ate only 80-90% saved food. On the one hand, because it was so important for us that the employees should have the right to take home the unsellable products. But mostly because I didn’t only invest my time into gathering our own food supplies, but put all of my power into engaging other people to save food. More and more people could therefore start joining the network of food–savers that I founded with the purpose to save and to share food. By now there are around 1000 collections and about 10.000 kilos of food saved every day, which is more meaningful than the goal of our family being fed only by saved food.

After over five years of money strike, just like I did with the food saving, I’d like to move my focus away from a sustainable lifestyle only inside the family DSC_4973towards making it possible for many people to better use existing resources and to initiate a social change. Find out about yunity, the open source, ad-free multi-sharing and saving platform. We are still looking for competent developers, programmers, designers, translators and others, who want to play a part in the project. Find out more about yunity and our team in our blog, here you can also find information about areas where we still need support.

At this point, we would like to thank all of those, who made the money strike possible and who believe in us! Without the unconditional support, which we were blessed to experience as a family, it wouldn’t have been possible to reach, inspire and wake up millions of people and to show new ways! My deepest gratitude and esteem goes especially to my wife Nieves, who has accompanied me all the years through good and bad times and always encouraged me. It wouldn’t have been possible for me to pull through the money strike in the way I did without without her and her stimulation

I will go on living for the vision of a world without money, in which all people play their part in the range of their own possibilities and skills, where they help and support each other, and in which money is not important anymore.

I have the feeling, that it is important to report on this step in the most extense, open and honest way. Therefore I am offering all of you to send me your questions by e-mail, I will answer the most interesting matters in a video on my YouTube channel.

Thank you for being there and thank you for your interest!

All the Love, Raphael

[ English Version ]

Nach dem erfolgreichen Aufbau von foodsharing im deutschsprachigen Raum möchten wir jetzt endlich all unser gewonnenes Know-How und unsere Erfahrungen nutzen, um gemeinsam mit vielen anderen engagierten Menschen eine kosten- und werbefreie Open Source Plattform auf die Beine zu stellen, die das Retten und Teilen weltweit ermöglicht. Die nicht kommerzielle Social-Media Plattform wird yunity heißen und in Zukunft Menschen überall auf der Erde befähigen, weniger Ressourcen zu verbrauchen, Vorhandenes intelligenter und gemeinschaftlicher zu nutzen:

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Vision:

Eine Gesellschaft, die auf Zusammenarbeit, Vertrauen und Selbstbestimmung beruht, die Menschen ein Leben unter Ausschöpfung ihres gesamten Potentials ermöglicht und Ökosysteme für alle Lebewesen bewahrt.

Mission:

Wir fördern Beziehungen, in denen Menschen bedingungslos ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihre Ressourcen teilen können. Mithilfe dieser Verbindungen und Gemeinschaften vermeiden wir Verschwendung und fördern das Bewusstsein für ein nachhaltigeres Leben.

Seit Jahren träume ich von einem solchen Werkzeug des Wandels und dank 30 motivierter Menschen, die 3,5 Wochen auf den WuppDays zusammen gewirkt haben, wird der Traum nun Realität, ganz nach dem Spruch:

„Wenn jemand allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.”

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Auf den WuppDays haben engagierte Menschen die Grundlage für die umfangreiche Community Plattform gelegt und damit den Stein ins Rollen gebracht. In diesem 3min. Video (Englisch mit Deutschen Untertiteln) erfährst Du mehr über die WuppDays. Wir suchen weiterhin nach fähigen EntwicklerInnen, ProgrammierInnen, DesignerInnen, ÜbersetzerInnen und anderen, die sich mit ihren Fähigkeiten einbringen wollen. Erfahre in unserem Blog mehr über yunity, unser Team sowie die Bereiche, wo wir noch Unterstützung brauchen. Wir freuen uns über Dein Engagement und Weiterleitung an Interessierte!

Mit yunity wollen wir Menschen die Chance geben, geldfreier bzw. geld-unabhängiger zu leben und Wege aufweisen, wie dies im Alltag umgesetzt werden kann. Wir möchten weiterhin Mut stiften, damit Menschen an ihre Träume glauben und sich im Kopf von den monetären Fesseln befreien. Mut, um das Unmögliche möglich zu machen und durch erwartungsfreies und verantwortliches Geben und Nehmen eine Kultur des Teilens und bedingungslosen Miteinanders zu wecken.

Für weitere Informationen, hier ein ausführlicher Artikel über yunity sowie die Verbindung zu foodsharing.

Schön, dass es Dich gibt und Dank Dir für Dein Interesse!

Alles Liebe Dein Raphael

[ English Version ]

Seit Anfang 2010 habe ich im Geldstreik gelebt und zusammen mit meiner wunderbaren Frau Nieves und unseren zwei Kindern im Konsumstreik.IMG_1645
Unser Anliegen ist es, auf Alternativen zur Verschwendung und ständigen Konsum hinzuweisen. Wir möchten Bewusstsein für die Zusammenhänge unserer Konsumgesellschaft und der Umweltzerstörung, Ungerechtigkeit und Hunger schaffen sowie für die Verantwortung, die wir alle für unseren Planeten und unsere Mitmenschen haben. Wir möchten Menschen mit unserer Lebensweise ermutigen, den Wandel zu leben den sie in der Welt sehen möchten und zeigen, wie es möglich ist vorhandenes Wissen und Ressourcen besser und gemeinsam zu nutzen.

Eines unserer Hauptanliegen galt immer der Lebensmittelverschwendung. Dafür gründete ich im Jahr 2012 das LebensmittelretterInnen Netzwerk und setze mich seitdem in tausenden Stunden dafür ein, foodsharing zu einer der am schnellsten wachsenden sozialen und weitestgehend geldfreien Bewegungen im deutschsprachigen Raum werden zu lassen. Dank des bedingungslosen Einsatzes von 500.000 Stunden ehrenamtlichen Engagements, von dutzenden HauptorganisatorInnen und über 11.000 Foodsavern, konnten bei 1.900 Betrieben und 200.000 Abholungen bereits 2,7 Millionen Kilogramm unverkäufliche Lebensmittel retten und verteilen.

In meinen fünfeinhalb Jahren Geldstreik habe ich sowohl bei meinen Aktivitäten, Vorträgen, Fernsehauftritten als auch für mein Buch auf Honorare verzichtet und kein Geld angenommen bzw. ausgegeben. Seit Anfang des Jahres hatten wir keine leichte Zeit, denn wir haben keine feste Bleibe für uns gefunden und hüteten so verschiedene Wohnungen, kamen bei Verwandten unter und besuchten während der Vortragsreisen mögliche Orte für das Ökodorf Eotopia.

Nachdem wir in Italien, Frankreich und Spanien nicht fündig wurden, die Situation Ungewissheit und Stress für uns als Familie bedeutete, habe ich mich entschlossen den Geldstreik zu beenden und wieder Geld zu benutzen wo es nötig ist, um endlich Ruhe bei uns einkehren zu lassen. Zusammen mit der lieben Familie Hughes, die Kinder im gleichen Alter wie wir haben, werden wir ab Anfang nächsten Jahres ein Hausprojekt in der Nähe von Stuttgart starten. Bis dahin werden wir bei ihnen in der Nähe wohnen.DSCN9660

Wir wollten immer Aufmerksamkeit auf die Zerstörung unseres Planeten lenken und auf die Lösungen, die heute schon gelebt werden können. Dieses möchten wir als Familie auch weiterhin tun auch wenn ich jetzt Gelder, die mir angeboten werden, annehmen werde, damit wir uns weiterhin bedingungslos für den Wandel einsetzen können.

Lange habe ich über die Entscheidung, den Geldstreik zu beenden, nachgedacht. Ausschlaggebend war zunächst die erfolglose Wohnraumsuche und die daraus resultierenden turbulenten Monate für uns als Familie.

Im Laufe der Monate und des Reflektierens habe ich mich jedoch immer mehr öffnen können und mich von dem Dogma, mit Geld nichts zu tun haben zu wollen, gelöst und bin mittlerweile dankbar für die von außen stimulierte Öffnung, Geld perse nicht mehr zu verdammen. Ich bin mittlerweile sogar richtig neugierig mich wieder mit Geld zu beschäftigen, zu spüren wie es allen Menschen geht die tagtäglich mit Geld handtieren und meinen Horizont nach mehr als fünf Jahren zu erweitern.

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Wie auch bei den Lebensmitteln, ging es uns beim Geld- bzw. Konsumstreik nicht nur darum, dass wir unverkäufliche und von der Gesellschaft nicht mehr wertgeschätze Güter vor der Verschwendung bewahren, sondern dass es zu einem allgemeinen Umdenken kommt. Alleine können wir nicht viel bewegen, aber wenn viele Menschen Veränderungen leben, entsteht etwas Neues.

Als ich anfangs noch 3-4 mal die Woche unterwegs war, um bei verschiedenen Bioläden illegal aus den Containern Lebensmittel zu klauen (ja es ist tatsächlich Diebstahl), aßen wir beinahe 100% gerettete Lebensmittel. Seitdem ich angefangen habe, Lebensmittel legal in Kooperation bei der Bio Company zu retten, gab es für uns als Familie nicht mehr so viel Vielfalt, und so aßen wir dann nur noch 80-90% gerettete Lebensmittel. Zum einen, weil es uns wichtig war, dass die Mitarbeitenden das Recht bekommen sollten, abgeschriebene, also unverkäufliche Waren selbst mitnehmen zu dürfen. Mehr aber noch, weil Ich meine Zeit jetzt nicht mehr nur unserer eigenen Lebensmittelbeschaffung widmete, sondern mich mit all meiner Kraft dafür einsetzte, anderen Menschen das Lebensmittelretten zu ermöglichen. Immer mehr Menschen konnten so damit beginnen, in dem von mir gegründeteten LebensmittelretterInnen Netzwerk mitzuwirken, zu retten und zu teilen. Mittlerweile werden so rund 1.000 Abholungen und um die 10.000 kg Lebensmittel täglich gerettet, was viel bedeutender ist, als dass wir als Familie ausschließlich gerettete Lebensmittel konsumieren.

Nach über fünf Jahren Geldstreik möchte ich jetzt genauso wie bei den Lebensmitteln meinen Fokus nicht mehr nur auf den nachhaltigen Lebensstil von uns als Familie konzentrieren, sondern vielen Menschen ermöglichen, Vorhandenes besser zu nutzen und so einen generellen gesellschaftlichen Wandel in Gang zu bringen. Deswegen möchten wir jetzt all unser gewonnenes Know-How und unsere Erfahrungen nutzen, um gemeinsam mit vielen anderen engagierten Menschen die kosten- und werbefreie Open Source Plattform yunity auf die Beine zu stellen, die das Retten und Teilen weltweit ermöglicht. Wir suchen weiterhin nach fähigen EntwicklerInnen, ProgrammierInnen, DesignerInnen, ÜbersetzerInnen und anderen, die sich mit ihren Fähigkeiten einbringen wollen. Erfahre hier in meinem Blogpost mehr über yunity, das Team sowie die Bereiche, wo noch Unterstützung gebraucht wird. Wir freuen uns über Dein Engagement und Weiterleitung an Interessierte!DSC_4973

An dieser Stelle möchten wir allen Menschen danken, die den Geldstreik ermöglicht haben und an uns glauben! Ohne die bedingungslose Unterstützung, die wir als Familie erfahren durften, wäre es nicht möglich gewesen, Millionen Menschen zu erreichen, zu inspirieren, wachzurütteln und neue Wege aufzuweisen! Ganz besonders gilt meine tiefe Dankbarkeit und Hochachtung meiner Frau Nieves, die mich über all die Jahre sowohl in guten als auch in schwierigen Zeiten immer begleitet und mir den Rücken gestärkt hat. Ohne ihr Sein und Wirken wäre es mir nicht möglich gewesen den Geldstreik in dieser Form zu leben.

Ich lebe weiter für die Vision einer geldfreien Welt, in der sich alle Menschen nach ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten einbringen, sich gegenseitig helfen, unterstützen und in der Geld keine Rolle mehr spielt.

Hast Du Fragen? Ich habe das Gefühl, dass es wichtig ist, ausführlich, offen und ehrlich über diesen Schritt zu berichten. Trotz der vielen Worte werden einige von Euch noch offene Fragen haben. Deswegen biete ich allen an, mir Fragen per Mail zu schreiben, die interessantesten Fragen werde ich dann in einem Video auf meinem Youtube Kanal beantworten.

Herzlichen Dank Dir für Dein Interesse und schön, dass es Dich gibt!

Alles Liebe Dein Raphael

Im April 2011 sind wir von einer 15 monatigen Reise von Holland nach Mexiko bis in die USA nach Europa zurückgekehrt. Jetzt suchen wir einen (Übergangs) Ort für das Ökodorf Eotopia in Italien, Spanien oder Frankreich und nun temporär noch die nächsten Monate in Berlin!Familia-completa

In den letzten Jahren haben wir Dank der Hilfe großherziger Menschen, die ihren Lebensraum mit uns teilten, in verschieden Wohnsituationen in und um Berlin gelebt. Durch den bedingungslos zur Verfügung gestellten Lebensraum konnten wir mit unserem Konsumstreik auf die Verantwortung hinweisen, die wir alle für die Verschwendung und Ungerechtigkeit in der Welt tragen und hierfür Bewusstsein schaffen. Wir setzen uns mit unserem Experiment des nachhaltigen Lebens im urbanen Raum für einen achtsameren Umgang mit der Erde ein und zeigen auf, wie einfach wir alle unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren können, indem wir auf vorhandene Ressourcen zurückgreifen, anstatt Neue zu konsumieren.

Wir haben uns in den fünf Jahren unentgeltlich durch Vorträge, Konferenzen und Medienauftritte für einen friedvollen und ressourcenschonenden Umgang mit der Erde und ihren BewohnerInnen eingesetzt. Ich habe die Initiative der LebensmittelretterInnen von foodsharing gestartet und aufgebaut, wodurch bereits 1 Mio. Kilo Lebensmittel bei 1000 Betrieben gerettet wurden. Zudem habe ich das Buch “Glücklich ohne Geld!” ehrenamtlich verfasst, welches bereits tausendfach verkauft, verschenkt sowie 60.000 Mal kostenlos heruntergeladen wurde.

Seit Monaten suchen wir einen passenden Lebensraum für uns vier in Berlin und da sich nichts Passendes gefunden hat und  wir ohnehin seit langem unseren Traum von einem möglichst geldfreien und nachhaltigen Ökodorf im Süden Europas starten wollen, werden wir spätestens diesen Sommer in den Süden zu ziehen. Für “Eotopia” sind wir nun auf der Suche nach einem geeignetem Haus, Grundstück, Landgut oder ähnlichem in Frankreich, Italien bzw. Spanien. Zusammen mit anderen lieben Menschen vom “Eotopia-Kernteam” suchen wir einen geeigneten Ort als Basislager bzw. direkt den finalen Fleck Erde zur Realisierung.

Kennst Du jemanden, der eine Immobilie in diesen zwei Ländern hat, die leer steht und auf die wir aufpassen bzw. wo wir direkt mit “Eotopia” starten können? Mehr Infos unter: www.eotopia.orgEotopia-9954

Spätestens Anfang Juli werden wir in den Süden ziehen und suchen bis dahin einen temporären Übergangswohnraum in Berlin. Wir freuen uns über Deine Hilfe, indem Du diesen Aufruf teilst und mit Menschen darüber sprichst! Du kannst mitwirken, dass “Eotopia” Wirklichkeit wird.

Den Ort gibt es schon, wir müssen ihn nur noch finden!

Mehr Hintergründe und Informationen findest Du in dem Buch “Glücklich ohne Geld!”.

Wir danken Dir von Herzen für Deine Hilfe und allen Menschen, die uns in den letzten Jahren begleitet und unterstützt haben – ohne Euch wäre unser Leben so nicht möglich!

Schreib uns eine eMail an mail@raphaelfellmer.de

Vielen Dank und alles Liebe Noam, Alma, Nieves und Raphael

Liebe Mitmenschen,

seit einem Jahr wohnen wir bei der urlieben Familie Käsmaier, die uns in ihr kleines Mietshäuschen sehr herzlich aufgenommen hat. Gemeinsam mit Harald und Julia sowie ihren drei Kindern (1, 4 & 6 Jahre), leben wir (Noam 3 Monate, Alma 3 Jahre, Nieves und Raphael) in Berlin-Zehlendorf. Jetzt wo Familie Käsmaier ein neues Zuhause gefunden hat suchen auch wir dringend einen neuen Lebensraum für uns als Familie.

Familia completa

Da wir ja mittlerweile zu viert sind, suchen wir wenn möglich eine kleine Wohnung oder zwei Zimmer vorzugsweise in Berlin oder ggf. in einer anderen Stadt.

Kennst Du einen lieben Menschen, der eine kleine Wohnung hat oder weißt von einem Hausprojekt, Verein, Initiative, Stiftung oder ähnlichen welche uns unterstützen würden bzw. kennst ein Haus, auf welches wir aufpassen und darin wohnen können á la Housesitting?

Unser Hauptaugenmerk des Konsumstreiks, den wir seit über drei Jahren in Deutschland leben, liegt immer noch bei dem praktischen Ansatz, Vorhandenes besser zu nutzen und Bewusstsein für die Zusammenhänge und die Verantwortung, die wir alle für diesen Planeten tragen, herzustellen. Dabei liegt es uns am Herzen aufzuzeigen, was wir alle schon heute für eine gerechtere und nachhaltigere Welt tun können. Außerdem wollen wir ein Umdenken und Handeln für ein schöneres Miteinander stiften, wo wir uns mit unseren Fähigkeiten und Ressourcen für eine Kultur des bedingungslosen Teilens und Schenkens einbringen. Als Familie wollen wir zeigen, dass ein nachhaltiger Lebensstil auch im urbanen Raum mit Kindern möglich ist. Deswegen ernähren wir uns rein pflanzlich von geretteten Lebensmitteln und versuchen gemeinsam so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen. Unser Traum ist es in einem geldfreien veganen Ökodorf im Süden Europas zu leben. Ein Traum der bereits Form annimmt: eotopia.org. Für diese nun letzte Etappe in der Stadt sind wir auf der Suche nach neuem Wohnraum für uns.

Meine seit fünf Jahren unentgeltlichen Aktivitäten für eine bewusstere und ganzheitlich handelnde Gesellschaft umfassen weiterhin Vorträge, Seminare, Medienarbeit und die Verbreitung des von mir ehrenamtlich geschrieben Buches “Glücklich ohne Geld!”, welches bereits über 60.000 Mal kostenfrei heruntergeladen und tausende Male als Hardcover verschenkt bzw. verkauft wurde. Derzeit wird es in einer aktuellen Version in sieben Sprachen von Freiwilligen übersetzt.

Mein größtes Engagement gilt jedoch weiterhin der Lebensmittelverschwendung und dem  Projekt des Lebensmittelrettens,welches ich im April 2012 ins Leben gerufen habe und mittlerweile mit foodsharing fusioniert wurde. Das Retten von Lebensmitteln ist nun schon zu einer richtigen Bewegung heran gewachsen, bei der sich über 9000 Menschen engagieren. Dank der tausenden LebensmittelretterInnen konnten bereits eine Million Kilo Lebensmittel bei rund 1000 Betrieben vor der Vernichtung bewahrt werden. All das ist vor allem dem Einsatz von 20 Hauptengagierten, die das Ganze überhaupt erst ermöglicht haben, zu verdanken. Derzeit arbeiten wir an der Internationalisierung, damit die Plattform open source gehen kann und das ausgeklügelte Konzept dahinter zukünftig weltweit kostenfrei zur Verfügung steht.

Desweiteren bereiten wir gerade yunity vor, eine werbe- und geldfreie Plattform, auf der alle Ressourcen, Dinge, Fähigkeiten und Räumlichkeiten kostenfrei geteilt werden können. Ziel ist es, ein wahrhaft soziales Netzwerk aufzubauen, um einen Nährboden für die Entfaltung unser aller Begabungen, Träume und Projekte zu schaffen.

Wir freuen uns über gute Nachrichten: mail@raphaelfellmer.de

Vielen Dank fürs Lesen und Milhelfen

Alles Liebe wünschen Dir Noam, Alma, Nieves und Raphael

Liebe Mitmenschen01 Stephanie Geiger 13

ich bin dankbar für Euer Sein, Euer Wirken und Euren Einsatz für eine friedlichere und nachhaltigere Welt! Seit dem letzten Blogeintrag ist viel passiert.

Unser Sohn Noam Amael hat Anfang Juni das Licht der Welt erblickt und Alma Lucia ist schon fast drei Jahre auf diesem wunderschönen Planeten Erde!

Mein BuchGlücklich ohne Geld! ist bereits in der aktualisierten und verbesserten 2. Auflage erschienen, u.a mit Quellenverzeichnis zu den über 300 Fakten sowie einigen zusätzlichen Erlebnissen. Wie auch bei der 1. Auflage werden 30 Prozent der gedruckten Exemplare verschenkt – die digitale Version (PDF, ePub, Apple Store, Amazon etc.) bleibt selbstverständlich weiterhin kostenfrei. Nachdem die über Gratisexemplare der 1. Auflage vor allem an Privatpersonen und Umsonstläden gingen, verschenke ich die Bücher der 2. Auflage vor allem an Bibliotheken, Schulen und Universtitäten.

Das Buch wurde bereits tausendfach verschenkt und rund 50.000 Mal heruntergeladen. Viele Menschen fragten mich, wann es endlich die Übersetzungen geben würde, und einige haben sich schon bereit erklärt, beim Übersetzen mitzuwirken, jetzt kann es endlich losgehen!

Wenn Du Erfahrungen und Freude beim Übersetzen hast und mithelfen möchtest, dann schreibe bitte, in welcher Sprache Du auf Muttersprachenniveau übersetzen könntest sowie Deine bisherige Erfahrungen in diesem Bereich. Außerdem kannst Du auch mithelfen wenn Du bei der Koordination des Ganzen, beim Design, Satzung, Websiten- und Videoübersetzung usw. mitwirken möchtest. Ich freue mich auf Deine Unterstützung!

Für kostenfreie Bücher für öffentliche Einrichtungen sowie zum mithelfen jeglicher Art: mail@raphaelfellmer.de

Unser Traum “Eotopia” von einem veganen geldfreien Ökodorf im Süden von Europa wird immer konkreter, über 500 Menschen haben sich bereits “angemeldet” und es sieht ganz danach aus, als ob es viele solcher Lebensgemeinschaften geben wird, weil wir das Dorf selbst auf maximal 150 Menschen begrenzen werden, um noch einen schönen und familiären Flair zu erhalten. Für alle, die mitträumen wollen, gibts hier mehr Infos www.eotopia.org sowie am 24. August in Barcelonaeinen vollen Tag des schönen Miteinanders mit anderen Menschen, die von Eotopia träumen. Neben gemeinsamem Kochen, Kennenlernen und der Vorstellung des Projekts und der bisherigen Entwicklung, werden dort Fragen beantwortet sowie über die uns bereits angebotenen Grundstücke und deren Entwicklung gesprochen.

Selbstverständlich hat sich auch das Projekt des Lebensmittelrettens prächtig weiterentwickelt, mittlerweile engagieren sich über 5000 Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz über die Freiwilligen Plattform von foodsharing. Über eine halbe Million Kilogramm noch genießbarer Lebensmittel konnten so von rund 700 Betrieben wie Bäckereien, Kantinen, Supermärkten, Restaurants, Produzenten, Onlineshops, Gemüselädchen, Markständen etc. vor der Vernichtung bewahrt werden. Die Zahl der aktiven Foodsaver (LebensmittelretterInnen) hat sich so seit dem Start, der von Raphael Wintrich ehrenamtlich programmierten Website (www.lebensmittelretten.de), im Sommer 2013, mehr als verzehnfacht. Ohne Raphael und über einem weiteren Duzend sich ehrenamtlich einbringender Menschen, wäre die Entwicklung unmöglich – Dank Euch vom ganzen Herzen! Ein sehr engagiertes Orgateam von 15 Menschen und über 300 BotschafterInnen setzt sich kontinuierlich für die Weiterentwicklung der Plattform ein und bereitet gerade die Internationalisierung von foodsharing vor, damit im nächsten Frühjahr die kostenfreie und weltweite Nutzung möglich ist. Für alle die dabei sein wollen, wirds vom 12-14 September in Berlin ein großes foodsharing Treffen geben, mehr dazu hier.

Neben dem Projekt foodsharing basteln wir gerade an einem noch viel umfangreicheren Projekt des Teilens, sich Einbringens und alle möglichen Ressourcen sparen. In meinem Buch unter “Unity” beschrieben, entwickeln wir gerade das Konzept für eine geldfreie, transparente, nutzerInnenfreundliche und allumfassende, demokratische, aber unbürokratische Social-Communty-Plattform, auf der Gegenstände, Fähigkeiten, Räumlichkeiten und alles andere, was es sonst noch zu verschenken, empfangen oder geteilt werden können. Außerdem wird es möglich sein, jegliche Projekte und Veranstaltungen kostenfrei umzusetzen, indem Menschen sich vernetzen können und auf vorhandenes Wissen, Begabungen, Materialien und Dienstleistungen zugreifen zu können. So können Repair-Cafes, Essens-Fair-Teiler, Konzerte, Theater und alles,was sich sonst gemeinschaftlich organisieren lässt, mit Leichtigkeit von der Idee zur Realität werden.

Hast Du Lust, in irgendeiner Weise bei dem Projekt mit Deinen Fähigkeiten mitzuwirken, freuen wir uns auf Deine Unterstützung (crew@lebensmittelretten.de).

Ganz doll wollte ich mich an der Stelle schon mal bei allen Menschen bedanken die uns immer so bedinungslos helfen, an uns und die Menschheit glauben – ohne Euch könnten wir all das nicht machen, Dank Euch ihr Lieben!

Zum Abschluss noch ein kleines aber feines 3min. Video vom SPIEGEL über den Geldstreik, in meinem Youtube Kanal.

Schön, dass es Dich gibt! Mit guten Gedanken und besten Wünschen für einen traumhaften Sommer.

Herzlich Dein Raphael

Stephanie Geiger 13

Liebe Freundinnen und Freunde, Liebe Mitmenschen, schön, dass es Dich gibt! Dank Dir für Dein Interesse am Wandel, für Deine Offenheit und Dein Wirken!

Wir sind sehr dankbar für all die Unterstützung und Hilfe, die wir auf unsere Wohn- und Wirkungsraumsuche von Euch bekommen haben. Dank einer wundersamen Fügung haben Harald und Julia von einem Freund in Schweden von uns erfahren und uns kurzerhand eingeladen, mit ihnen zu wohnen. Nur wenige Kilometer von unserem alten Zuhause in Berlin wohnen wir jetzt bei der urlieben Familie, die selbst drei Kinder hat.

Nach der Veröffentlichung meines ehrenamtlich und unentgeltlich geschriebenen Buches “Glücklich ohne Geld!”, welches gekauft, aber auch kostenlos heruntergeladen werden kann, ist die 2. Auflage praktisch druckfertig. Wie bei jeder Auflage werden 30 Prozent der Buchexemplare verschenkt und in Umsonstläden, bei meinen Aufritten und natürlich auf der www.gluecklich-ohne-geld.de Seite zu haben sein. Wir sind glücklich und dankbar, dass unser Konsumstreik für so viel Interesse in der Gesellschaft sorgt und das ebook bereits zehntausende Male

heruntergeladen wurde. Besonders erfreut sind wir über das rege Feedback von unzähligen LeserInnen die dadurch mehr Mut gefunden haben auf ihr Herz zu hören und ihre Träume zu leben! In der neuen Auflage werden die rund 500 beschriebenen Fakten in einem umfangreichen Quellenverzeichnis auch wissenschaftlich belegt sein.

Wir danken allen für die Zeit und das Interesse an dem Buch sowie dem Redline Verlag, der es, wie viele andere helfende Menschen, überhaupt erst ermöglicht hat!

Noch immer schenke ich neben Vorträgen, Medienauftritten und Interviews einen Großteil meiner Zeit und Energie in das Ende der Verschwendung von Ressourcen – und das besonders bei Lebensmitteln. Mein Wirken als legaler Lebensmittelretter begann im Frühjahr 2012 mit der Kooperation mit einer Filiale der Bio Company. Im Sommer 2013 ist daraus die wohl professionellste, effektivste und dezentralisierteste Lebensmittelrettungs-Plattform in Europa entstanden. Dank des unermüdlichen Einsatzes eines genialen Entwicklers und wunderbaren Menschen, meinem Freund Raphael Wintrich aus Köln, konnte das Konzept des legalen Rettens von noch brauch- und genießbaren Waren in Zusammenarbeit mit Lebensmittelbetrieben Früchte tragen. Die Plattform wurde von ihm gänzlich geldfrei und aus rein intrinsischer Motivation heraus programmiert und kommt auch sonst komplett ohne Geld aus, da wir Partner gefunden haben, die Domain, Server, Rechtsberatung etc. kostenlos zur Verfügung stellen. Neben uns Beiden engagieren sich über ein dutzend andere tatkräftige Menschen um die Organisation und Entwicklung der Plattform Lebensmittelretten.de, welche im Rahmen von foodsharing als Freiwilligen Plattform fungiert. Mittlerweile gibt es über 3000 Foodsaver und 300 BotschafterInnen, die zusammen bei rund 500 Betrieben in Deutschland und Österreich mehrere hundert Tonnen Lebensmittel pro Woche vor der Tonne retten.

Für das Jahr 2014 wird neben der Internationalisierung der Ausbau der Kooperation mit allen Biobetrieben angestrebt. Dafür wird es eine groß angelegte Kampagne gegen die Lebensmittelverschwendung zusammen mit Welthungerhilfe, WWF, den Tafeln, foodsharing und vielen anderen geben. Außerdem wird es eine Petition geben, in der die Lebensmittelbetriebe verpflichtet werden sollen, keine genießbaren Waren mehr zu entsorgen. Gleichzeitig soll bis zum Start der Petition ein Bündnis von nachhaltigen Lebensmittelbetrieben, die keine Lebensmittel wegschmeißen, schon eine Art “Gütesiegel” erhalten.

Obwohl es noch viele Löcher in unserer Überflussgesellschaft zu stopfen gibt, werden wir dennoch zusammen mit Freunden und Gleichgesinnten im Süden von Europa ein veganes Ökodorf gründen und uns zukünftig größtenteils selbst versorgen. Unser Traum heißt Eotopia, ein Ort, an dem Menschen sich gegenseitig unterstützen und ein Mit- und Füreinander harmonisch mit der Natur gelebt wird. Dabei wird das bedingungslose Schenken und Empfangen – die Kultur des Teilens sowie des gegenseitigen Respekts, Grundpfeiler dieses (geld)freien Raumes werden. Das Interesse von über 300 Menschen, die Eotopia aufbauen und darin leben wollen, lässt unseren Traum von einer geldfreien Welt immer realer werden und wird schon in den nächsten Jahren zu einer Vielzahl von ähnlichen Lebensgemeinschaften führen.

Bis zum Sommer stehen jetzt schon die meisten öffentlichen Termine fest, zu denen ich ganz herzlich einlade, unter anderem trete ich in folgenden Städten auf: Friedrichshafen, Nürnberg, Berlin, St. Gallen, Dresden, Ingolstadt, Erlangen, Bonn, Bamberg, Koblenz, Kiel und Hochheim a. Main auf, wann und wo genau, erfährst Du immer hier auf der Seite unter “Termine“. Nach einer Sommerpause im Spanien freue ich mich auf viele weitere spannenden Veranstaltungen, bei Interesse bitte eine mail an: anfragen@raphaelfellmer.de

Dank Dir für all Dein Interesse und Deine Anteilnahme!

Herzlichst und mit lieben Gedanken Deine Alma, Nieves und Raphael